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Ra90 verschleiert schwaches Rot — R9 und Rf,h1 sowie Rg zeigen, ob Fleisch kirschrot bleibt und Kleidung farbecht wirkt.

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Leitfaden zu CRI R9 vs. TM-30 Rf Rg für den Einzelhandel

Einführung

Dieser Leitfaden zu CRI R9 vs. TM-30 Rf Rg für den Einzelhandel beantwortet die zentrale Frage von Einkäufern vor der Bestellung von High-CRI-Ware: Garantiert Ra90 sattes Rot, und welche Schwachstellen deckt TM-30 gegenüber CRI auf? Kurz gesagt: CIE Ra mittelt acht Pastelltöne und kann Ra90 erreichen, obwohl der gesättigte Rotwert R9 bei nur 25 liegt. Dadurch wirkt Fleisch braun und Kleidung stumpf – trotz identischem Ra90-Label. IES TM-30-20 ersetzt diesen Mittelwert durch 99 Testfarben samt Farbskalenvektor, der solche Abweichungen exakt erfasst. Dieser Leitfaden liefert das technische Grundlagenwissen zur Spektrentabelle für Fleisch-, Obst/Gemüse- und Backwarenabteilungen. Während jene Übersicht die passende CCT je Frischetheke definiert, zeigt dieser Leitfaden, wie Sie R9 im Vergleich zu Rf,h1 und Rg interpretieren – damit das spezifizierte Rosa exakt dem gelieferten entspricht. Die passende Hardware für jeden Schwellenwert: der VUE-F TR0102 Frischwaren-Schienenstrahler mit vier Lebensmittelspektren für die Stromschiene und die koppelbare Lichtleiste FLES-M für farbechte Verpackungsausleuchtung im Nahbereich der Vitrine – identische Lichtrezeptur, zwei Abstrahlcharakteristiken, ein lückenloser Nachweis.

Supermarktwegang mit Fleischwaren und Frischwaren unter abgestimmter Schienenbeleuchtung für den Einzelhandel zeigt den Unterschied zwischen CRI R9 und TM-30
Abbildung: Ein Supermarkt, zwei Metriken — Ra90 auf der Verpackung und R9/Rf,h1 im Messprotokoll entscheiden darüber, ob Rot kirschrot oder braun wirkt.

Warum Ra90 schwaches Rot verschleiert

Nach Angaben der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE), dem Gremium zur Definition des CIE Ra, ist der allgemeine CRI (Ra) der Mittelwert aus acht Pastell-Testfarben (R1 bis R8) unter einer Referenzlichtquelle bei identischer Farbtemperatur (CCT). Das gesättigte Rot R9 fließt in diesen Mittelwert nicht ein. Eine Leuchtstoffmischung kann die acht Pastelltöne anheben und Ra90 erreichen, während R9 bei 25 verharrt – schlicht weil der tiefrote Spektralanteil nahe 640nm zu gering ausfällt. Das menschliche Auge nimmt dieses Defizit zuerst bei Fleischwaren, Lippenstift und bordeauxfarbener Strickware wahr – genau den Waren, die ein Einzelhandelsgeschäft über die Farbe verkauft –, während auf dem Etikett weiterhin CRI90 steht. Das Verbot täuschender roter Fleischleuchten in China vom Dezember 2023 unterstreicht diesen Sachverhalt aus Sicht der Regulierungsbehörden: Ein schmalbandiger Rot-Peak, der alterndes Fleisch optisch überdeckt, stellt keine Farbwiedergabe dar, sondern eine Farbverfälschung.

  • Ra ist ein Mittelwert aus acht Farbfeldern – ohne gesättigtes Rot. Ein Ra90 mit R9 25 ist somit normkonform, lässt Rindfleisch jedoch sichtlich bräunlich wirken.
  • R9 ist ein einzelnes tiefrotes Farbfeld – die entscheidende Messgröße für Fleisch. Fehlt dieser Anteil, wirken auch Rottöne bei Textilien flach und Hauttöne fahl.
  • Die Farbtemperatur löst das Problem nicht – Warmweiß mit 3000K kann Ra90/R9 20 oder Ra90/R9 85 aufweisen. Trotz identischer CCT-Bezeichnung differenziert erst der Messbericht zuverlässig.
  • Zwei Ra80-Produkte unterscheiden sich – derselbe Ra80-Wert kann stark abweichende R9-Werte verdecken. Deshalb können zwei LEDs mit CRI 80 unter TM-30 völlig unterschiedlich aussehen und Einkäufer müssen neben Ra stets gezielt R9 fordern.
Schwarzer Schienenstrahler VUE-F TR0102 mit Fleischspektrum für den CRI-R9-Test im Einzelhandelsgeschäft
Abgebildet: das TR0102-Fleischspektrum – warmes Licht von 2700 bis 3200K mit einem R9 von mindestens 80, kein Warmweiß mit schmalbandigem Rot-Peak.

TM-30 Neuerungen – 99 Farbmuster, Rf, Rg und der Rot-Vektor

IES TM-30-20, im Jahr 2024 auf TM-30-24 aktualisiert, führt den CRI aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Bestandsanlagen fort, erfasst jedoch Aspekte, die dem CRI verborgen bleiben. Rf ist der Nachfolger von Ra mit 99 Testfarben, berechnet im gleichabständigen Farbraum CAM02-UCS und deckt Anstriche, Textilien, Hauttöne sowie Lebensmittel ab. Rg gibt an, ob Farben im Mittel stärker oder schwächer gesättigt wirken als unter der Referenz: 100 steht für neutral, Werte über 100 für lebendiger und unter 100 für gedämpfter. Entscheidend ist: Rf,h1 ist das TM-30-Pendant zu R9 – Farbtreue für Rot im Farbtonbereich 1 – und Rcs,h1 beschreibt die zugehörige Chroma-Verschiebung, sodass Rot als Vektor statt als Einzelwert beurteilt wird. Eine Lichtquelle kann Rf 90 und Rg 100 aufweisen und dennoch ein verzerrtes Rot liefern, das künstlich wirkt; der Vektor deckt dies auf, der Mittelwert verdeckt es. Genau dies fordern Lichtplaner seit 2024: Architekten verlangen Rf zusammen mit Rf,h1 sowie der Vektorgrafik statt Rf allein.

KennzahlWas es misstProbenRelevanz im EinzelhandelKaufregel
CIE RaMittlere Farbtreue gegenüber Referenz bei gleicher CCT8 Pastellfarben R1-R8Verschleiert Rotschwächen; Ra90 kann R9 25 bedeutenMindeststandard: Ra90 an jeder Verkaufstheke
R9Wiedergabetreue für gesättigtes Rot1 gesättigtes Rot R9Hier entscheidet sich Rot statt Braun bei Rindfleisch und StrickwarenFleisch mindestens 80, Bekleidung mindestens 60
TM-30 RfMittlere Farbtreue gegenüber Referenz99 CES inkl. Lebensmittel/HautGesamtgenauigkeit; 100 ist perfektFleisch 88-92, sonstiger Einzelhandel 85-90
TM-30 RgMittlere Gamut-Änderung gegenüber ReferenzIdentische 99 Muster; Vektor nach Farbton100 neutral; >100 lebendiger100-105 bevorzugt; >110 unnatürlich überzeichnet
Rf,h1 & Rcs,h1Farbtreue für Rot & Rot-Chroma-VerschiebungFarbton-Bin 1 rund um RotErsetzt R9 durch VektordarstellungRf,h1 neben Rf ausweisen; Grafik anfordern
TM-30 Rf-Rg-Vektorgrafik für den Einzelhandel zur Überprüfung von Farbbereich (Gamut) und rotem Farbton-Bin
Abgebildet: TM-30-Vektorgrafik – Pfeile nach außen bedeuten Übersättigung; ein kurzer oder nach innen gerichteter roter Pfeil warnt vor einem gedämpften Rot, selbst bei hohem Rf-Wert.

Grenzwerte nach Einzelhandelszone – Fleisch vs. Bekleidung vs. Obst und Gemüse

Derselbe Laden erfordert drei verschiedene R9-Niveaus, da das menschliche Auge Farbabweichungen im Rotbereich je nach Ware unterschiedlich toleriert. Fleisch stellt die strengsten Anforderungen, Bekleidung macht das Hauptvolumen aus, und Obst und Gemüse verzeiht am meisten – alle drei Bereiche verlangen jedoch zwingend Rf und Rg in Kombination statt eines Einzelwerts. Die folgende Tabelle dient als Spezifikationsblatt für Ausschreibungen, damit Farbtemperaturen niemals allein über die Rotwiedergabe entscheiden. Sie kombiniert das LED-Schienenstrahler-Sortiment für Einzelhandelsgeschäfte als Grundbeleuchtung mit Vitrinenleuchten im Zentimeterabstand. Zudem stimmt sie exakt mit den CCT-Bereichen der Abteilungen aus dem Frischwaren-Leitfaden für Supermärkte überein, sodass beide Leitfäden ein geschlossenes System bilden: Jener Leitfaden definiert die CCT, dieser Leitfaden definiert R9/Rf,h1.

ZoneTypische FarbtemperaturCRI / R9 ZielTM-30-BereichMontage
Fleisch / Metzgerei2700-3200K mit Rosaton-AnreicherungMind. Ra90, R9 ≥80, Rf,h1 ≥78Rf 88-92, Rg 100-105Schiene 3.0-3.5m + FLES-M Lichtleiste 0.1-0.3m
Bekleidung / Mode3000-3500K neutralwarmRa90, R9 ≥60, Rf,h1 ≥60Rf 85-90, Rg 98-105Schiene 3.0-4.0m 15-36° Akzentbeleuchtung
Obst und Gemüse / Backwaren3000-4000K neutral / 2500-3000K warmRa90, R9 ≥50Rf 85-90, Rg 98-103Schienen-Wandflutung oder Linearleuchten-Band
Schmuck / Kosmetik3500-4000K neutralRa90, R9 ≥70Rf 88-92, Rg 98-103Schiene 2.8-3.2m engstrahlender Spot

Die Zielfenster orientieren sich an visueller Präferenz, nicht an künstlicher Überzeichnung: Rg 100-105 bildet Farben authentisch und lebendig ab. Werte über 110 wirken unnatürlich übersättigt und provozieren Retouren; Werte unter 98 wirken flau. Für die Fleischtheke bedeutet dies Rg 100-105 bei Rf im Bereich von 85 bis Anfang 90 sowie R9 oder Rf,h1 über 78 – exakt das IES-Annex-E-Präferenzfeld, das Lebensmittel attraktiv hervorhebt, ohne sie zu verfälschen. Dieses Zielfenster verdeutlicht auch, warum ein Tunable-White-Strahler mit reiner CCT-Angabe nicht ausreicht: Zwei 3000K-Strahler können an entgegengesetzten Enden der R9-Skala liegen. Nur der Messbericht macht diesen Unterschied sichtbar.

Frischwarenauslage unter neutralweißer Schienenbeleuchtung für den Einzelhandel verdeutlicht den R9-Schwellenwert für Grün- und Rottöne
Abgebildet: Frischware bei R9 ≥50 – derselbe Ra90-Wert, der Rindfleisch bräunlich wirken lässt, kann frisches Blattgemüse fahl erscheinen lassen; der Schwellenwert sichert eine lebendige Farbwirkung der Ware.

So interpretieren Sie das Vektordiagramm

Fordern Sie das einseitige TM-30-PDF mit Rf, Rg und den 16 Farbwinkel-Vektorpfeilen an und prüfen Sie zuerst den Rotbereich. Der Kreis definiert die Referenz: Nach außen gerichtete Pfeile zeigen eine Übersättigung des jeweiligen Farbtons an, nach innen gerichtete eine Untersättigung; die Pfeillänge entspricht dem Ausmaß der Abweichung. Ein kurzer oder nach innen weisender Rotpfeil in Farbtonfeld 1 (Bin 1) signalisiert: Der ausgewiesene R9-Wert kann über den Acht-Farbproben-Mittelwert hoch erscheinen, während die reale Ware im Rotbereich verblasst wirkt. Prüfen Sie zwei Kenngrößen neben der Grafik: Rf,h1 sollte dem R9-Wert bis auf wenige Punkte folgen, und Rcs,h1 sollte für eine ansprechende Fleischpräsentation bei 0 bis +5% liegen. Prüfen Sie die Vektorgrafik nicht nur bei der Ausschreibung, sondern zwingend auch bei der Endabnahme – Treibereigenschaften und LED-Binning-Verschiebungen können den Vektor zwischen Muster und Serienlieferung verändern.

  • Ausgewogenes Rot — Rf,h1 78-85 mit moderatem Außenpfeil in Bin 1 und Rg 100-105; Rindfleisch wirkt kirschrot, weiße Fettanteile bleiben reinweiß.
  • Defizitäres Rot — R9 80, aber Rf,h1 55 und ein nach innen gerichteter Rotpfeil; die Kennwerte auf dem Datenblatt stimmen, die Thekenwirkung nicht – Bemusterung ablehnen oder Leuchtstoffmischung korrigieren.
  • Überzeichnet — Rg über 110 mit langen Außenpfeilen im Rot- und Gelbbereich; visuell intensiv, aber verfälschend – entspricht der Problematik der chinesischen Rotlicht-Verordnung von 2023.
  • Flau — Rg unter 98 mit kurzen Innenpfeilen; messtechnisch normgerechter Durchschnitt, aber leblose Warenwirkung – Rg gezielt auf ca. 102 anheben.

Qualitätsprüfung bei Ausschreibung und Abnahme

Formulieren Sie die Anforderung als fünf Parameter, damit ein Händler ein Angebot erstellen kann, ohne Kelvin-Werte frei zu erfinden: CCT + Ra + R9 + Rf,h1 + Rg. Fordern Sie bei der Ausschreibung den Ulbricht-Kugel-Prüfbericht bei der bestellten CCT mit Ra, R9, Rf, Rg, Rf,h1 sowie das Vektorgrafik-PDF für genau dieses Bin an. Führen Sie bei der Übergabe stichprobenartig Messungen an einer Leuchte pro Stromkreis mit einem Handspektrometer auf Warenebene durch – im selben Fenster von 400-800lx wie im Supermarkt-Leitfaden – und vergleichen Sie die Werte mit dem Ausschreibungs-PDF. Weicht die Serienlieferung um mehr als 3 Punkte bei R9 oder 5 Punkte bei Rf ab, sperren Sie die Charge und fordern Sie den Chargennachweis des Leuchtstoffs an. Trennen Sie diese Prüfung von den Lux-Werten: Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe werden bei der Übergabe gemeinsam nachgewiesen, nicht als zwei getrennte Mittelwerte.

  • Ausschreibungsposition — z. B. 3000K Ra90 R9 mindestens 60 Rf,h1 mindestens 60 Rg 98-105 für den Textilbereich; 2800K Ra90 R9 mindestens 80 Rf88-92 Rg100-105 für Fleischwaren.
  • Prüfbericht pro CCT — ein Bericht pro bestellter CCT, kein für die gesamte Produktfamilie bei 4000K erstellter und für 2700K wiederverwendeter Prüfbericht.
  • Grafik pro Bin — Vektorgrafik für das tatsächlich gelieferte Bin, nicht für das Golden Sample aus dem Labor; ein Mangel im Rotbereich bleibt im Mittelwert oft verborgen.
  • Stichprobenmessung bei Übergabe — ein Messwert pro Zone auf Warenhöhe; erfassen Sie lx stets zusammen mit der Lichtfarbe, damit Helligkeit Farbtonabweichungen nicht überdeckt.

Vorgaben definieren ohne Lagerbestände neu zu öffnen

Nutzen Sie nach Möglichkeit dieselbe Schienenstrahler-Familie, damit ein einziges Ersatzteil neun CCT- und Wattagen-Kombinationen abdeckt, und reservieren Sie das spezielle Fleisch-Rosa für den Fleisch-Stromkreis. Der VUE-F TR0102 mit 15/25/32W, bis zu 4500lm bei 145lm/W, 15/24/36-Grad-Optiken und vier Frischespektren bedient die Deckenbeleuchtungsebene, auf die sich dieser CRI-R9-vs-TM-30-Rf-Rg-Leitfaden für den Einzelhandel stützt; die FLES-M LC-MB01-24W mit 20-30W, kaskadierbar bis 660W mit IP65-Aluminium und Glas, deckt die Thekenebene ab, in der das Rosa dem Produkt am nächsten sein muss; der VUE-S TR0103 mit 20/25/32W Ra90 beleuchtet das verpackte Umfeld, damit die Frischetheke nicht durch Streulicht aus dem Hauptgang überstrahlt wird. Für Filialisten, die eine einzige SKU statt vieler Varianten benötigen, empfiehlt sich die CCT- und leistungseinstellbare VUE-D 650 mit neun Kombinationen in einem Gehäuse – sie hält die R9/Rf,h1-Vorgaben ein und reduziert zugleich den Ersatzteilbestand.

Halten Sie die Steuerungsschnittstellen eindeutig getrennt: ein Tunable-Treiber, wo sich Backwaren und Obst/Gemüse eine Schiene teilen, ein separater Stromkreis, auf dem Fleisch sein Rosa behält, sowie DALI- oder BLE Mesh-Dimmen von 1 bis 100%, damit die zeitgesteuerte Ebene das Niveau anpassen kann, ohne dass Leuchtenköpfe getauscht werden müssen. Die Downlight-Zählmethode und der Dimmansatz per Tageslichtnutzung decken lx-Niveaus und Tageslichtanpassungen bereits ab; dieser Leitfaden liefert den Farbnachweis, der dafür sorgt, dass die lx-Werte frisch und nicht bloß hell wirken.

FAQ

CRI90 allein reicht für Fleisch nicht aus – fordern Sie zusätzlich R9 von mindestens 80 und prüfen Sie Rf,h1.
  • Ra mittelt acht Pastelltöne ohne gesättigtes Rot; daher kann Ra90 dennoch einen R9 von nur 25 aufweisen und Rindfleisch bräunlich wirken lassen.
  • Die optimale Fleischpräsentation erfordert Rf 88-92 mit Rg 100-105 und nicht nur Ra90.
Das TR0102-Fleischspektrum wird als Ra90 mit R9 von mindestens 80 und Rf,h1 nahe 80 ausgeliefert, damit Fett weiß bleibt und Muskelfleisch kirschrot erscheint.

CRI Ra ist der Mittelwert aus acht Farbfeldern von 1974; TM-30 Rf ist das Nachfolgeverfahren mit 99 Farbmustern, und Rg erfasst die Änderung der Farbsättigung.
  • Ra kaschiert Schwächen bei gesättigtem Rot; Rf deckt mit 99 Farbmustern Hauttöne, Textilien und Lebensmittel im CAM02-UCS-Farbraum ab.
  • Rg 100 ist neutral, 100-105 bevorzugt, über 110 wirkt unnatürlich überzeichnet.
Dieser Leitfaden fordert daher Rf zusammen mit Rg und Rf,h1 anstelle von Rf allein, damit der Durchschnittswert kein gedämpftes Rot maskiert.

Die 16 Pfeile zeigen die Farbtreue pro Farbton; ein kurzer oder nach innen gerichteter roter Pfeil warnt vor gedämpftem Rot, selbst bei hohem Rf.
  • Nach außen gerichtete Pfeile bedeuten Übersättigung für diesen Farbton, nach innen gerichtete Untersättigung.
  • Prüfen Sie stets Bin 1 für Rot: Rf,h1 sollte R9 bis auf wenige Punkte genau folgen.
Die Prüfberichte für TR0102 und FLES-M enthalten das Vektor-PDF für das gelieferte Binning, sodass die Thekenwirkung vor der Schienenmontage beurteilt werden kann.

Bekleidung erfordert R9 mindestens 60 bei Rf 85-90, Fleisch R9 mindestens 80 bei Rf 88-92, Frischware liegt bei R9 mindestens 50.
  • Alle drei Bereiche halten Rg 98-105; Werte über 110 sind übersättigt, unter 98 wirken sie matt.
  • Schmuck verlangt R9 von mindestens 70, selbst wenn die Anforderungen bei Bekleidung gelockert werden.
Die Schwellenwerttabelle dieses Leitfadens ordnet jede Zone präzise zu, damit eine einheitliche Ra90-Familie nicht Rottöne von Maschenware abflacht, während sie Rindfleischrottöne bewahrt.

Fordern Sie bei der Ausschreibung den Ulbricht-Kugel-Bericht pro CCT an und prüfen Sie eine Leuchte pro Schaltkreis stichprobenartig mit einem Handspektrometer auf Produktebene.
  • Verlangen Sie Ra, R9, Rf, Rg, Rf,h1 und das Vektor-PDF für das gelieferte Binning.
  • Erfassen Sie lux zusammen mit den Farbwerten; stoppen Sie die Freigabe der Gesamtlieferung, falls R9 um mehr als 3 Punkte oder Rf um mehr als 5 Punkte abweicht.
Eine Messung pro Zone sichert verlässliche Kontrollen — Helligkeit maskiert niemals den Farbton, wenn beide Werte gemeinsam protokolliert werden.

VUE-F TR0102 15-32W mit vier Lebensmittelspektren und die koppelbare Leiste FLES-M 20-30W für die Vitrine, ergänzt durch VUE-S TR0103 Ra90 für das Umfeld.
  • Alle drei nutzen dasselbe Schienen- oder Vitrinenmontagesystem, sodass Schwellenwerte durch den Austausch des Leuchtenkopfs statt durch Deckenarbeiten eingehalten werden.
  • VUE-D 650 deckt neun CCT- und Wattagen-Kombinationen mit einer einzigen SKU ab – ideal für Projekte mit minimaler Ersatzteilhaltung.
Dieselben Leuchtenköpfe decken die CCT-Bereiche der Abteilungen aus dem Leitfaden für Supermarkt-Frischware ab. So weisen Sie Beleuchtungsstärke (lux) und Farbwiedergabe gemeinsam nach.

Fazit

Spezifizieren Sie Lichtfarbe über fünf Parameter – CCT plus Ra plus R9 plus Rf,h1 plus Rg. So kauft das Einzelhandelsgeschäft nicht mehr bloße Kelvin-Werte, sondern echte Rottöne. Fleisch erfordert Ra90 mit R9 mindestens 80 sowie Rf 88-92 bei Rg 100-105; Textilien benötigen R9 mindestens 60 bei Rf 85-90. Bei Obst und Gemüse liegen die Werte etwas niedriger, erfordern aber dennoch eine Vektorkontrolle. Das Farbvektordiagramm entscheidet über die Charge, noch bevor Sie die Stromschiene montieren. Bei dieser Auslegung deckt eine Leuchtenfamilie kirschrotes Fleisch ebenso wie farbechte Bekleidung ohne Überzeichnung ab. Die nach der Downlight-Methode für Büros nachgewiesene Beleuchtungsstärke wirkt dadurch frisch statt nur grell. Reichen Sie für den nächsten Ausbau die CCT-Liste zusammen mit den R9/Rf,h1-Schwellenwerten dieses Leitfadens ein und fordern Sie den Vektor je Binning an – denn nur die im Prüfbericht gesicherten Rottöne überzeugen später auch am Point of Sale.

Der CRI entspricht dem CIE-Ra-Mittelwert aus acht Pastellfarben. Eine Lichtquelle kann somit Ra90 erreichen, obwohl der R9 nur 25 beträgt. Aus diesem Grund setzen professionelle Lichtplaner zunehmend auf neuere Standards wie IES TM-30 mit 99 Testfarben anstelle des CRI.

Wikipedia, Farbwiedergabeindex (unter Verweis auf CIE und IES TM-30)

Quellen

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