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EPBD-Fristen, BACS-Effizienzklassen und Leuchten, die das Audit bestehen.

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EPBD-Leitfaden zur Beleuchtungskonformität in Lagern

Einführung

Dieser EPBD-Leitfaden zur Beleuchtungskonformität in Lagern erklärt, was die EU-Neufassung 2024/1275 tatsächlich von der Beleuchtung verlangt und mit welchen Leuchten sich das ohne Neukonstruktion lösen lässt. Kurz gesagt: Große Nichtwohngebäude brauchen eine zonierte Präsenz- und Tageslichtsteuerung mit Anbindung an die Gebäudeautomation; den Umfang bestimmen die HLK-Schwellenwerte 290kW und 70kW. Lager decken das mit einer linearen DALI-2-Hallenleuchte für Lager ab, Büros mit dimmbaren Downlights und Einzelhandelsgänge mit adressierbarer Schienen-Linearleuchte – ein Steuerungskonzept in drei Bauformen.

FORT-A DALI lineare Hallenleuchte über einem Lagergang, vorbereitet für das EPBD-Audit
Abbildung: FORT-A-Hallenleuchten über einem Lagergang – das in diesem Leitfaden behandelte Gehäuse.

Fristen: EU-Rechtstext und nationale Einführung

Die Neufassung trat am May 28, 2024 in Kraft – mit einer Umsetzungsfrist bis zum May 29, 2026. Bis zu diesem Datum muss jeder Mitgliedsstaat nationale BACS-Vorschriften erlassen haben. Laut der EPBD-Übersichtsseite der Europäischen Kommission waren Entwürfe der nationalen Renovierungspläne für Ende 2025 und endgültige Pläne für Ende 2026 fällig. Daher verweisen aktuelle Ausschreibungen bereits auf die unten genannten EU-Termine, selbst wenn die lokalen Verordnungen noch in Bearbeitung sind.

PflichtEU-FristBetroffene Gebäude
BACS installiertDec 31, 2024 / Dec 31, 2029Nichtwohngebäude, HLK-Nennleistung über 290kW, später über 70kW
Automatische BeleuchtungssteuerungDec 31, 2027 / Dec 31, 2029Gleicher Gebäudebestand, bedarfsgerecht zoniert mit Präsenzerfassung
Niederlande GACSJan 1, 2026 / Jan 1, 2030Niederländische Einführung von BACS über 290kW, danach 70kW
Deutschland GEG / Frankreich BACS-DekretJan 2025290kW-Stufe in beiden Märkten bereits durchsetzbar

Die 70kW-Stufe holt typische Lager, mittelgroße Büros und Supermärkte in den Anwendungsbereich. Wer der 290kW-Runde entgeht, landet trotzdem in der zweiten Runde. Deshalb wählt für das Retrofit jetzt Leuchten mit Sensorik und Energiemeldung statt einfach geschalteter Leuchten ohne Datenfunktion.

Aktueller Stand der einzelnen Länder

Die Kommission veröffentlichte ihre erste NBRP-Bewertung im July 2026 zu 16 bis June eingegangenen vollständigen Entwürfen – darunter Niederlande, Deutschland, Frankreich, Spanien und die wallonische Region Belgiens. Estland, Griechenland und Lettland reichten im Sommer nach; die endgültigen Pläne sind bis December 31, 2026 fällig. Die Tabelle ordnet jeder Einreichung das bereits geltende nationale BACS-Instrument zu, sodass Projektteams Prüfkalender und Vollzugsbehörde auf einen Blick erfassen.

MarktNBRP-EntwurfGeltendes BACS-InstrumentStatus
NiederlandeMar 19, 2026RVO-GACS-Leitfaden: über 290kW Jan 2026, über 70kW Jan 2030Rückmeldung vorliegend
DeutschlandMay 22, 2026Erläuterung zu §71a GEG: 290kW-Pflicht seit Jan 2025Rückmeldung vorliegend
FrankreichApr 21, 2026Französischer BACS-Leitfaden: 290kW-Pflicht seit Jan 2025Rückmeldung vorliegend
SpanienDec 29, 2025EU-Stufen über nationale UmsetzungRückmeldung vorliegend
Belgien (Wallonie)Dec 23, 2025EU-Stufen über regionale BauordnungRückmeldung vorliegend
Estland, Griechenland, LettlandSommer 2026EU-Stufen über nationale UmsetzungRückmeldung in Q3
Übrige Mitgliedstaaten—Nationale Vorschriften mit Umsetzung bis May 2026Endfassungen bis Dec 2026 fällig

Die Einreichung ist Schritt eins; das Audit erfordert drei physische Maßnahmen pro Zone in dieser Reihenfolge:

  • Montage — ein kombinierter Präsenz- und Tageslichtsensor-Kopf pro Zone in der laut Datenblatt angegebenen Erfassungshöhe, ausgerichtet auf den Bereich der Sehaufgabe statt auf das Fenster; die REHVA-Räume erreichten Klasse A erst nach Neupositionierung der Sensoren.
  • Kalibrierung — Halten der Nutzebene auf dem Wartungswert, den EN 12464-1 der jeweiligen Sehaufgabe zuordnet, und Protokollieren der Dimmkurve über die Tageslichtstunden, damit der Auditor eine Regelung sieht und nicht nur Hardware.
  • Nachweis — Führen Sie die LENI-Berechnung nach EN 15193-1 durch. So verbucht das Audit-Protokoll die gemessenen Einsparungen für Präsenz (F_O), Tageslichtnutzung (F_D) und Konstantlichtregelung (F_C) jeweils separat.

Was die Beleuchtung einem Auditor nachweisen muss

Artikel 13 stuft die fest installierte Beleuchtung als gebäudetechnisches System ein; das zugehörige Steuerungssystem gilt als BACS. Das vorgeschriebene BACS muss den Energieverbrauch kontinuierlich überwachen, protokollieren, analysieren und anpassen, die Effizienz bewerten, Verluste erkennen und mit anderen Systemen kommunizieren. Für die Beleuchtung bedeutet dies drei überprüfbare Kriterien pro Zone, klassifiziert nach EN ISO 52120-1 mit Klasse B als Mindeststandard und Klasse A als Hochleistungsstufe.

  • Zonierte Präsenzerfassung — automatische Präsenzsteuerung pro Zone statt eines einzigen Schützes für ein ganzes Stockwerk.
  • Tageslichtabhängige Regelung — stufenloses Dimmen nach der Umgebungshelligkeit (Lux) statt nur per Zeitplan.
  • Energieerfassung — Messung pro Lichtpunkt und Fehlerhistorie, die das BMS beim Audit auslesen kann.

Präsenz allein besteht nicht: LightingEurope weist darauf hin, dass reine Anwesenheitserkennung ohne Dimmen, Zonierung und Daten unter der geforderten Klasse bleibt. Deshalb kombiniert dieser Leitfaden jede Zone mit dimmbarem Treiber plus kombiniertem Präsenz- und Tageslichtsensor; die DiiA-DALI-Datenspezifikationen für die Teile 251-253 definieren den Energie- und Diagnosedatensatz je Treiber, den Auditoren bei verdrahteten Anlagen erwarten.

Klasse D bis Klasse A in der Beleuchtungspraxis

Nach EN ISO 52120-1 staffeln sich die vier Klassen von D (manuell, nicht energieeffizient – im Neubau unzulässig) bis A (hocheffizient mit Energiemanagement). Eine REHVA-Messreihe in drei Seminarräumen zeigt, was jede Stufe für die Beleuchtung bedeutet: Klasse C schaltet manuell ohne Dimmen, Klasse B ergänzt automatisches Abschalten über Präsenz und Tageslicht, und Klasse A fügt darüber eine geschlossene Konstantlichtregelung hinzu. Die Reihe belegt zudem, dass der Klasse-A-Gewinn an Inbetriebnahmedetails wie der Sensorplatzierung hängt – die Hardware kauft die Klasse, die Feinjustierung hält sie. Die geforderte Messung je Lichtpunkt stützt sich auf die Managementfunktionen hinter der Klasse – D4i-Teile 252 und 253 sind hier die Voraussetzung, nicht die Klasse selbst. Nationale Vorgaben kalibrieren dieselbe Skala: Die niederländische RVO verlangt im Bestand Klasse C mit Managementfunktionen der Klasse B, im Neubau Klasse B mit Managementfunktionen der Klasse A.

KlasseBezeichnungFunktion der Beleuchtungszone
DNicht energieeffizientReines manuelles Schalten; Bestandsgebäude erfordern ein Retrofit, im Neubau unzulässig
CStandard (Referenz)Manuelles Ein-/Ausschalten ohne Dimmen – gemessener Ausgangswert
BFortschrittlich (EPBD-Mindeststandard)Manuelles Einschalten sowie automatisches Abschalten über Präsenzmelder und Tageslichtnutzung
AHocheffizientFunktionen der Klasse B plus Konstantlichtregelung; Energie- und Diagnosedaten (über D4i-Teile 252 und 253) stehen dem BMS zur Verfügung

Büros: Downlights für Sehkomfort und Effizienzklasse

Großraumbüros fallen im Audit meist doppelt durch – bei Entblendung und Zonenschnitt: ein Panel je Großfläche ohne Sensor. Abhilfe schaffen feinere DALI-Zonen aus entblendeten Downlights für Büros mit Präsenz- und Tageslichtsensorik: Fassadenreihen dimmen tageslichtabhängig, Flurzonen bleiben sensorgesteuert aktiv. Die Familie GLOW-D DL01 trägt dieses Raster: 10-30W mit bis zu 150lm/W bei Ra90, bis 4300lm über Deckenausschnitte 105-200mm, UGR22-Komfortoptik mit 38°- und 60°-Abstrahlwinkel sowie 0-10V- oder DALI-Dimmen in Gehäusen von 3 bis 8 Zoll – Lichtausbeute und Sehkomfort in einer Bestellposition.

GLOW-D DL01 Downlights über einer Bekleidungsverkaufsfläche mit zonierter Reihenanordnung
Abbildung: GLOW-D-DL01-Downlights – UGR22-Ra90-Zonen mit Dimmung je Fassadenreihe.

Lager: Hallenleuchten, die das Audit tragen

Die Gangbeleuchtung bildet in den meisten Logistikbauten die größte einzelne Beleuchtungslast – deshalb beginnen Auditoren dort. FORT-A antwortet als lineare Hallenleuchte 80-200W mit bis zu 170lm/W, IP65 und IK08 mit Einscheibensicherheitsglas und 50×100°-Gangoptik, DALI-2-Dimmen mit Mikrowellen- oder PIR- plus Tageslichtsensorik auf Zhaga-ready-Position. Dasselbe Gehäuse bedient Klasse-B-Projekte mit geschaltetem DALI ebenso wie Klasse-A-Ausschreibungen mit meldenden D4i-Treibern – Optik und Montage bleiben über beide Klassen identisch.

FORT-A lineare Hallenleuchte mit Gangoptik und Sensor-Option für EPBD-Lagerzonen
Abgebildet: FORT-A lineare Hallenleuchte – 80-200W DALI-Gehäuse mit Gangoptik für Sensorzonen.

Einzelhandelsgänge: Adressierbare Schienen-Linearleuchten

Supermarkt- und Mallgänge brauchen Szenen je Regalgang statt einer Schaltung für die ganze Fläche. Hier kommt die 6-adrige DALI-Schienen-Linearleuchte neben Hallenleuchte und Downlight zum Einsatz. TRON-WD liefert 22-50W je Länge mit bis zu 170lm/W über DALI-DT6-Dimmen mit DIP-CCT-Voreinstellung: Jeder Gang dimmt und meldet einzeln, die Farbtemperatur bleibt je Rollout voreingestellt. Grundlage bilden die Beleuchtungsebenen für Verkaufsflächen zur Trennung von Allgemein-, Akzent- und Fensterreihen; diese Linearleuchte sitzt auf den Allgemeinreihen, an denen die EPBD-Zonierung zuerst geprüft wird.

TRON-WD DALI Schienen-Linearleuchte für die EPBD-Zonierung von Einzelhandelsgängen
Abgebildet: TRON-WD Schienen-Linearleuchte – adressierbare DALI-Regalgänge für Lichtszenen im Einzelhandel.

Wie sich dieser Leitfaden vom technischen DALI-Leitfaden unterscheidet

Leser unserer DALI-Seiten fragen gelegentlich, welchem Dokument sie folgen sollen. Die Aufteilung ist beabsichtigt: Eine Seite wählt die Leuchte nach Gebäudetyp aus, die andere analysiert den Treiber.

FrageDieser EPBD-LeitfadenTechnischer DALI-2 D4i Leitfaden
HauptentscheidungWelche Leuchte pro Zone: Downlight, Hallenleuchte, Schienen-LinearleuchteWelcher Treiber-Datensatz: Parts 250-253, Zhaga-Sockel
FristenEU sowie nationale Termine für NL, DE und FRVerdrahtungsumfang für Klasse-A-Reporting
NachweisFORT-A plus DL01 plus TRON-WD in drei SzenenFORT-A als Beispiel für ein drahtgebundenes Audit – siehe den drahtgebundenen DALI-2 D4i-Konformitätspfad

FAQ

Nichtwohngebäude oberhalb der HLK-Leistungsstufen. Der EU-Text schreibt BACS ab Ende 2024 für über 290kW und ab Ende 2029 für über 70kW vor. Die automatische Lichtsteuerung folgt mit geringem Abstand in den Jahren 2027 und 2029. Lager, Büros und Supermärkte im 70kW-Bereich machen den Großteil der Projekte der zweiten Runde aus – und genau auf diesen Bestand zielt dieser Leitfaden ab.

Nein, eine reine Präsenzerfassung stuft die Zone weiterhin unterhalb der geforderten Klasse ein. Auditoren prüfen zusätzlich das tageslichtabhängige Dimmen pro Zone sowie eine vom BMS auslesbare Energieerfassung. Jede Zone in diesem Leitfaden kombiniert einen Präsenzkopf mit einer Fotozelle und einem dimmbaren DALI-Treiber, sodass eine einzige Sensorposition beide Funktionen abdeckt.

Planen Sie ein DALI-dimmbares Ra90 Downlight mit UGR22-Optik ein. GLOW-D DL01 deckt 10-30W bis zu 4300lm bei 150lm/W über 105-200mm Deckenausschnitte ab. So lassen sich wandnahe Reihen und Flure separat zonieren, ohne das Deckenraster anzupassen. Die Hallenleuchte FORT-A im selben Leitfaden übernimmt das angrenzende Lager.

Lineare DALI-Hallenleuchte mit Regalgangoptik und Sensorposition vorsehen. FORT-A deckt 80-200W bis 34000lm bei 170lm/W ab, IP65 IK08, 50×100° für Regalgänge – mit meldenden D4i-Treibern, wo die Ausschreibung Energieerfassung je Lichtpunkt verlangt. Büros im selben Projekt erhalten das obige Downlight DL01.

Ja, die EU setzt den Mindeststandard, die nationalen Regierungen bestimmen den Zeitplan. Die Niederlande setzen GACS ab January 2026 für über 290kW und ab 2030 für über 70kW durch, während die Pflichten für über 290kW in Deutschland und Frankreich bereits im January 2025 in Kraft getreten sind. Prüfen Sie bei Auftragserteilung stets die lokalen Verordnungen; der Leuchtenumfang in diesem Leitfaden erfüllt alle drei Vorgaben.

Klasse B bedeutet, dass die Zone selbstständig schaltet; Klasse A bedeutet, dass sie zusätzlich selbstständig dimmt und Daten meldet. Klasse B kombiniert manuelles Einschalten mit automatischem Ausschalten über Präsenz und Tageslicht – ausreichend für die EPBD-Mindestanforderungen. Klasse A ergänzt eine Konstantlichtregelung sowie Energie- und Diagnosedaten pro Treiber an das BMS – abgebildet durch die Hallenleuchte FORT-A mit D4i-Treibern und das Downlight DL01 mit DALI in diesem Leitfaden.

Die meisten unserer Projektmärkte haben früh eingereicht: Zu den 16 vorliegenden Entwürfen zählen Niederlande, Deutschland, Frankreich, Spanien und Wallonien. Estland, Griechenland und Lettland folgten im summer 2026; alle Endfassungen sind bis December 31, 2026 fällig. Ein Leuchtenumfang deckt alle Zeilen ab, weil die EU-Leistungsstufen dahinter identisch sind.

Fazit

Erst die Zone wählen, dann das Protokoll: Downlight-Reihen für Büros, lineare Hallenleuchten für Lagergänge, adressierbare Schienen-Linearleuchten für Handelsreihen – jeweils mit Präsenz- und Tageslichtsensorik plus einem vom BMS auslesbaren Datensatz. Den verdrahteten Datensatz dazu hält der Vergleich oben. Wo Decken geschlossen bleiben müssen und kein neuer Bus ziehbar ist, greift die Funkvariante: Die Bluetooth-NLC-Kaufkriterien für drahtlose Retrofit-Projekte binden DALI-Treiber über ein Gateway ein.

Beleuchtung liefert erst dann prüffähige Nachweise für Audits, wenn jede Zone Präsenzsteuerung, Tageslichtnutzung und auslesbare Energieverbrauchsdaten vorweist – nicht durch eine reine Umrüstung auf LED. Deshalb übertrifft eine Sensorposition plus ein dimmbarer Treiber pro Zone bei jeder EPBD-Prüfung das Schalten ganzer Etagen.

eu.bac, Leitfaden zur EPBD-Umsetzung

Quellen

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